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TV-Triell:
Zuschauerbefragung der Forschungsgruppe Wahlen
Scholz vor Baerbock und Laschet
Baerbock übertrifft Erwartungen

Mainz (ots|wro) - Das TV-Triell in ARD und ZDF am Sonntag, 12. September 2021, endet ohne klaren Sieger: Für 32 Prozent der befragten Zuschauerinnen und Zuschauer hat sich Olaf Scholz (SPD) am besten geschlagen, für 26 Prozent heißt die Siegerin Annalena Baerbock (Grüne) und 20 Prozent meinen, dass Armin Laschet (CDU) am besten abgeschnitten hat. Weitere 21 Prozent sahen in der Performance der Kanzlerkandidaten keinen großen Unterschied.

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Prozent eine schlechtere Meinung, bei 57 Prozent ist die Basiseinstellung unverändert.An ihrer Meinung zu Olaf Scholz hat sich für 62 Prozent prinzipiell nichts geändert, 26 Prozent haben jetzt einen besseren und 12 Prozent einen schlechteren Eindruck. Etwas anders Annalena Baerbock: Bei ihr sprechen nach der Debatte 47 Prozent von einem verbesserten Eindruck, acht Prozent sagen "verschlechtert", bei 44 Prozent ist die Meinung konstant.

K-Frage:
Scholz bleibt trotz Verlusten vorne

In der K-Frage heißt der Favorit auch nach dem Schlagab-
tausch Olaf Scholz: 46 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer (vor dem Triell: 55 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer) präferieren den SPD-Kandidaten als Bun-
deskanzler, für Armin Laschet sind 28 Prozent (zuvor: 19 Prozent), 20 Prozent (zuvor: 19 Prozent) wünschen sich Annalena Baerbock als Regierungschefin.

Ob oder wie sich das TV-Triell nachhaltig auf die K-Frage bei allen Wahlberechtigten oder die politische Grundstimmung insgesamt auswirkt, bleibt abzuwarten: Bei Debatten dieses Formats erfolgt die Meinungsbildung meist auch indirekt-zeitversetzt über Gespräche, die Medien und andere Kommunikationskanäle.

Die Zahlen basieren auf einer telefonischen Befragung der Forschungsgruppe Wahlen unter 753 zufällig ausgewählten wahlberechtigten Zuschauerinnen und Zuschauer des TV-Triells am 12. September 2021, die zuvor bei den Politba-
rometer-Erhebungen erklärt hatten, das TV-Triell sehen zu wollen. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberech-
tigten Zuschauerinnen und Zuschauer des TV-Triells, nicht
für die Gesamtheit aller Wahlberechtigten.

Erwartungen:
Vor allem Baerbock besser als erwartet

Positiv überrascht hat vor allem Annalena Baerbock: Für 53 Prozent hat die Grünen-Kandidatin die Erwartungen über-
troffen, für 38 Prozent war sie wie erwartet und für acht Prozent schlechter als angenommen. Bei Laschet sagen 35 Prozent "besser als erwartet" (wie erwartet: 53 Prozent; schlechter: 12 Prozent) und für 27 Prozent hat sich Scholz im Triell besser geschlagen als zuvor erwartet (wie er-
wartet: 58 Prozent; schlechter: 15 Prozent).

Eigenschaften:
Scholz mit größtem Sachverstand

Den glaubwürdigsten Auftritt hatte für 22 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer Laschet, für 31 Prozent Scholz und für 25 Prozent Baerbock. Für 19 Prozent gab es in diesem Punkt keine großen Unterschiede. Dass Laschet am sympathischsten war, meinen nur 14 Prozent, für 28 Prozent war das Scholz und für 39 Prozent Baerbock (kein Unterschied: 17 Prozent). Den größten Sachverstand sahen 21 Prozent während der Debatte beim CDU/CSU-Kandida-
ten, 40 Prozent bescheinigen dem Kandidaten der SPD die höchste Sachkompetenz und nur 12 Prozent der Kandi-
datin der Grünen (kein Unterschied: 26 Prozent).

Gesamteindruck:
Bei Scholz und Laschet meist unverändert

Auf den Gesamteindruck, den die Zuschauerinnen und Zuschauer von Laschet und Scholz haben, hatte deren Auftreten beim Triell nur begrenzt Einfluss: Von Armin Laschet haben jetzt 25 Prozent eine bessere und 18


ZDF-Magazin "frontal":
Globale Mindestbesteuerung –
Deutschland geht bei Digitalkonzernen fast leer aus
Studie zu Olaf Scholz' Steuer-Plänen

"frontal". Logo: ZDF/feedmee

Mainz (ots|wro) - Die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), digitale Großkonzerne wie Google, Amazon und Co. in Deutschland steuerlich zur Kasse zu bitten, drohen ihre gewünschte Wirkung zu verfehlen. Denn von der globalen Min-
destbesteuerung der großen Tech-Giganten in Höhe von 15 Prozent wird Deutschland de facto kaum etwas abbekommen. Zu dem Ergebnis kommt eine Berechnung des Netzwerks Steuergerechtigkeit im Auftrag des ZDF-Magazins "frontal". Zwar sei es ein Erfolg der Reform, dass Steueroasen wie Ber-
muda, Cayman Islands etc. künftig trockengelegt werden, aber: "Man müsste offen sagen, dass dieser große Sieg gegen die Steueroasen tatsächlich mit großen Abstrichen bei der gerechten Besteuerung der Digitalkonzerne erkauft wur-
de", so Christoph Trautvetter, Steuerexperte beim Netzwerk Steuergerechtigkeit. "Das ist in gewisser Weise unehrlich."

Die Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag stehen grundsätzlich hinter den Plänen, Unternehmenssteuern weltweit zu harmonisieren. Volker Wissing, Generalsekretär der FDP: "Den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in Deutschland ist es nicht vermittelbar, dass große Digital-
konzerne wie zum Beispiel Google, Apple oder Netflix in Deutschland Milliarden verdienen, aber kaum Steuern zahlen. Kein Staat kann solche Ungerechtigkeiten auf Dauer hinneh-
men." Er bezweifelt allerdings, dass die neuen Regeln überhaupt je zur Anwendung kommen: "Die Einigung auf eine globale Mindestbesteuerung ist deshalb sicher ein erster Schritt, sie ist aber nicht der große Wurf, wie Olaf Scholz es gerne darstellt."

Auch von der Linken kommt scharfe Kritik am Ergebnis. "Herr Scholz hat versucht, einen so ambitionslosen Kompromiss zu finden, dass auch Facebook Beifall geklatscht hat, und es keinem wehtut", so der Finanzexperte der Fraktion, Fabio de Masi. Auf Nachfrage von "frontal" bleibt Olaf Scholz dabei, dass seine Pläne auch in Deutschland Wirkung zeigten: Wer zu einem anderen Ergebnis komme, der "habe sich wohl verrechnet."

Das "heute journal" berichtet in seiner heutigen Ausgabe, Mittwoch, 8. September 2021, 21.45 Uhr im ZDF, darüber, das ZDF-Magazin "frontal" am Dienstag, 21. September 2021, 21.15 Uhr.

Konkret sieht der Plan, den Olaf Scholz im Rahmen der OECD aushandelt und der beim G20 Treffen in Venedig im Juli 2021 grundsätzlich beschlossen wurde, vor, dass international agierende Konzerne mit einer weltweiten Mindeststeuer in Höhe von 15 Prozent besteuert und Gewinne zwischen den Ländern fairer verteilt werden. Das Netzwerk Steuergerechtigkeit hat exklusiv für "frontal" am Beispiel von Netflix und Google berechnet, inwieweit sich deren Steuerlast in Deutschland dadurch verändern würde.

Beispiel Netflix: Elf Millionen Deutsche haben inzwischen ein Abonnement mit der Streaming-Plattform abgeschlos-
sen. Die Steuerexperten schätzen, dass Netflix allein in Deutschland im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Euro Umsatz und fast 140 Millionen Euro Gewinn gemacht hat. Bei – ebenfalls geschätzt – 250.000 Euro gezahlten Steuern entspricht dies einer Steuerquote von nur 0,2 Prozent. Treten die Beschlüsse der G20-Staaten wie derzeit geplant in Kraft, ändert sich für Netflix fast nichts. Die Steuerquote würde nach den Berechnungen des Netzwerks Steuerge-
rechtigkeit nur marginal steigen, von 0,2 auf 0,3 Prozent. Profitieren würden aber wohl die USA. Am dortigen Kon-
zernsitz würde die Differenz zu 15 Prozent nachbesteuert. Auch Google würde demnach seine in Deutschland erwirt-
schafteten Gewinne hierzulande mit deutlich unter 15 Prozent versteuern. Nach den Berechnungen stiege der Steuersatz lediglich auf 7,3 Prozent.

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