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Faber-Castell: Nachhaltige Waldbewirtschaftung


Zum Nature Conservation Day (28. Juli)

Mit gutem Beispiel voran
Nachhaltige Waldbewirtschaftung schützt die wertvollen Ökosysteme unseres Planeten. Faber-Castell macht vor, wie Ökologie und Ökonomie zusammenpassen

Stein (ots|wro) - Holzgefasste Stifte sind seit Gründung von Faber-Castell im Jahr 1761 die wichtigsten Produkte des Unternehmens. Jedes Jahr werden über zwei Milliarden Blei- und Farbstifte produziert. Bis zu 80 Prozent des Holz- bedarfs kann Faber-Castell mittlerweile durch die eigene Waldbewirtschaftung decken; alle weiteren, zugekauften Hölzer für die Stiftproduktion stammen aus zertifiziert-nachhaltigen Quellen.

10.000 Hektar eigene Wälder als nachhaltige und nachwachsende Rohstoffquelle. Faber-Castell produziert weltweit klimaneutral Bild: Faber-Castell

Transparenz und Vertrauen

Zur Sicherstellung einer nachhaltigen Holzversorgung ist die Kenntnis über eigene Lieferketten das beste Mittel: Um welche Holzart handelt es sich? Aus welchem Land kommt sie? Und stammt sie aus einer nachhaltigen Forstwirt-
schaft? Die Globalisierung von Lieferketten und die Vielfalt an Holzprodukten (inklusive Zellstoff und Papier) stellen Firmen vor große Herausforderungen. Und auch Kunden können oft kaum nachvollziehen, ob und welchen Beitrag sie zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft leisten.

Abhilfe schaffen international anerkannte Zertifizierungs-
systeme wie FSC® (Forest Stewardship Council) oder auch PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certifi-
cation Schemes). Sie zielen darauf ab, Materialströme identifizierbar zu machen und nicht-konforme Holz-
herkünfte aus der Produktkette (Chain of Custody) auszuschließen. So sind sie zu global anerkannten Produktstandards für den Einsatz nachhaltiger Holzressourcen geworden, auf den sich alle in der Wertschöpfungskette (Forstwirtschaft, holzverarbeitende Industrie, Handel, Konsumenten) beziehen können.

Rund ein Drittel der eigenen Waldfläche wird nicht zur Holzgewinnung genutzt, sondern dient dem Schutz der Biodiversität, das heißt dem Artenreichtum und der gene-
tischen Vielfalt. Auf solchen naturbelassenen Flächen haben zahlreiche zum Teil vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten neuen Lebensraum gefunden. Regelmäßige Zählungen seit 2001 dokumentieren die positive Entwicklung der Biodiversität; mittlerweile sind dort rund 660 Tierarten beheimatet.

Neben der Rohstoffversorgung dienen die firmeneigenen Wälder auch als zertifizierte Quelle von CO2-Kompenstations-
zertifikaten. Bei den eigenen Wäldern handelt es sich um ein Aufforstungsprojekt, das laut einer Studie des TÜV Rheinlands in seiner Biomasse über 900.000 Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre gespeichert hat. Diese Emissionsreduktions-
zertifikate werden eingesetzt, um den jährlichen Kohlendio-
xidausstoß aller weltweiten Produktionsstandorte zu kom-
pensieren und so eine CO2-neutrale Produktion zu ermöglichen.

Nachhaltige Rohstoffe und Klimaschutz

Durch Integration von lokalem Rohstoffanbau in eine zertifizierte Forstwirtschaft sowie kurze Transportwege zur Weiterverarbeitung wurde in Brasilien eine nachhaltige Lieferkette etabliert. Da es sich um ein Aufforstungsprojekt handelt, kommt zusätzlich eine CO2-Bindung hinzu, die einen positiven Beitrag zum Klimaschutz der gesamten Faber-Ca-
stell Gruppe leistet. Das Beispiel zeigt, dass zertifizierte Forst- und Holzwirtschaft sowohl ökonomischen als auch ökologi-
schen Anforderungen gerecht werden kann. Zertifizierungen anerkannter Organisationen sind dabei wesentlich und er-
möglichen es auch kleineren und mittelständischen Unter-
nehmen, mit gutem Gewissen Holz einzukaufen und zu verarbeiten.
.

Hier erfahren Sie mehr über unsere Nachhaltigkeitsaktivi-
täten: Nachhaltigkeit bei Faber-Castell (faber-castell.de)

Eine zertifiziert-nachhaltige Holzbeschaffung steht schon lange im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie von Faber-Castell. Die eigenen Wälder und das Forstmanage-
ment in Brasilien sind seit 1999 FSC-FM zertifiziert, was umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherstellt. Die Produkt-
kette wurde erstmals 2007 von FSC und 2010 von PEFC zertifiziert. Daraus ergeben sich eine Reihe an Hausauf-
gaben: So müssen an allen Standorten der Gruppe jährliche interne Audits erfolgen, unter anderem um die Materialbilanz sowie die Beschaffungs- und Produktions-
prozesse zu prüfen. Außerdem sind alle relevanten gesetzlichen Anforderungen verschiedener Länder kontinuierlich zu überwachen und zu dokumentieren. Neben der internen Prüfung wird das gesamte Ma-
nagementsystem der Gruppe jedes Jahr extern auditiert.

Trotz des Aufwands zur Aufrechterhaltung eines solchen Systems ist es eine wertvolle Basis zur Einhaltung rechtl-
icher Anforderungen wie zum Beispiel der Europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR), des US-amerikanischen Lacey Act oder des Australian Illegal Logging Prohibition Act. Das 2013 in Kraft getretene Gesetz fordert von allen europäischen Importeuren von Holzprodukten, ein be-
triebliches Sorgfaltspflichtverfahren umzusetzen. Hierfür liefern insbesondere die strengen Dokumentations-
pflichten von FSC und PEFC belastbare und wertvolle Informationen.

Eigene Wälder als Beispiel
einer nachhaltigen Lieferkette

Um die eigene Holzversorgung zu sichern, hat Faber-Ca-
stell in den 1980er Jahren ein eigenes Holzversorgungs-
programm in Prata im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten Brasiliens gestartet. Auf einer Fläche von rund 10.000 Hektar werden jährlich rund 300.000 Setzlinge des Typus Pinus Caribea gepflanzt und aufgezogen. Nach circa 20 Jahren können die Bäume für die Stiftproduktion verarbeitet werden.

Faber-Castell ist eines der weltweit führenden Unternehmen für hochwertige Produkte zum Schreiben, Zeichnen und kreativen Gestalten sowie dekorativer Kosmetikprodukte. Mit über zwei Milliarden Blei- und Farbstiften pro Jahr und ca. 6.500 Mitarbeitern ist Faber-Castell der bedeutendste Hersteller von holzgefassten Stiften weltweit. Heute ist das Unternehmen in über 120 Ländern vertreten und verfügt über eigene Produktionsstätten in zehn sowie Vertriebsgesellschaften in 22 Ländern weltweit. Das 1761 gegründete Industrieunternehmen Faber-Castell ist eines der ältesten der Welt und seit neun Generationen im Besitz derselben Familie. Seine führende Position auf dem internationalen Markt verdankt das Unternehmen der traditionellen Selbstverpflichtung zu höchster Qualität, Umweltverantwortung und der großen Zahl von Produktinnovationen. Der Gruppenumsatz im Geschäftsjahr 19/20 betrug 555 Mio. Euro.

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