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Elektronische Bauteile enthalten eine Menge an wertvollen Rohstoffen wie Gold, Silber und Kupfer. Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut/Aurubis

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Deutsches Kupferinstitut - Rohstoffquelle


Auf 11 Milliarden Dollar schätzt das Statistische Bundesamt den potenziellen Wert des Kupfers, das im weltweit anfallenden Elektro-
schrott jährlich enthalten ist. Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut/
shutterstock

Zu wertvoll für die Tonne
Elektroschrott ist Quelle für wichtige Rohstoffe

Amberg (djd|wro) - Gut zehn Kilogramm Elektro-
schrott erzeugt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr, das berichtet das Statistische Bundesamt - und viel zu oft landet dieser in der falschen Tonne. Denn elektrische und elektronische Geräte, die ausge-
mustert werden, gehören nicht in den Restmüll, sondern auf den Wertstoffhof. Details dazu sind im Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) ge-
regelt. Vielmals verstauben alte Bügeleisen, de-
fekte MP3-Player und ausrangierte Smartphones zudem ungenutzt in Schubladen und Kellern. Dabei haben Elektro-Altgeräte jede Menge wertvolle Rohstoffe an Bord - darunter Edelmetalle wie Gold

Nicht mehr funktionstüchtige oder ausgemusterte Handys sollten nicht in der Schublade verstauben, sondern zum Recycling gebracht werden. Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut

und Silber, aber auch Kobalt, Kupfer oder seltene Erden. Über die Entsorgung im Hausmüll werden sie dem Wertstoffkreislauf entzogen. Hinzu kommt, dass etwa Smartphones auch problematische Stof-
fe wie Blei, Kadmium oder Quecksilber enthalten, die weder in die Müllverbrennung noch auf die Deponie gehören.m

Metallrecycling ist wirtschaftlich
und umweltfreundlichm

Metallische Rohstoffe wiederzuverwerten, ist sowohl um-
weltfreundlich als auch volkswirtschaftlich sinnvoll. Auf rund elf Milliarden Dollar pro Jahr schätzt eine aktuelle Aufstellung des Statistischen Bundesamts den potenzi-
ellen Wert von Kupfer im weltweit anfallenden Elektro-
schrott. Die Aufbereitung von Recycling-Kupfer erfordert einen deutlich geringeren Energieeinsatz als die Erstge-
winnung aus Erz. Zudem ist die Weiterverarbeitung unproblematisch, da das rote Funktionsmetall durch den Recyclingprozess keine Qualitätseinbußen erleidet - zigmal wiederverwertetes Kupfer ist in nichts von neu Gewonnenem zu unterscheiden. Unter
www.kupferinstitut.de gibt es dazu mehr Hintergrundinformationen. Laut dem Deutschen Kupferinstitut stammt bereits heute die Hälfte der Kupfermenge, die in Deutschland verarbeitet wird, aus der Wiederverwertung.

Kupferschrott ist heute ein begehrter Rohstoff, der sich
leicht neu verarbeiten lässt. Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut/
shutterstock

Schnellere Produktzyklen und innovative Umwelttechnologie steigern die Kupfernachfrage

Dass sich Kupfer und sonstige Metalle aus Elektroschrott wiedergewinnen lassen, ist eine gute Nachricht. Die schnelleren Produktzyklen und Nutzungszeiten von Smartphones, PCs, Unterhaltungselektronik oder Smart-
home-Devices bedingen einen weiterhin anwachsenden Verbrauch von Kupfer und weiteren Funktionsmetallen. Zugleich wächst der Kupferbedarf auch in anderen Be-
reichen. So spielt das rote Metall eine tragende Rolle im Ausbau der Elektromobilität ebenso wie bei der Energie-
gewinnung aus Windkraft, Wasserkraft oder Sonne. Wer seine Elektroaltgeräte ordnungsgemäß zum Recycling gibt, betreibt also auch ein kleines Stückchen Zukunfts-
sicherung für alle.

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